Justizvollzug

Auch für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, die sich in der Justizvollzugsanstalt oder in Untersuchungshaft befinden, bietet Phoenix auf Wunsch Unterstützung und Beratung an. Die Gespräche werden dabei nach Möglichkeit in der Muttersprache (möglich für Polnisch, Russisch, Bulgarisch und Englisch) oder in Anwesenheit einer Dolmetscherin geführt.

Eine Beratung in der JVA, U-Haft oder Abschiebehaft kann die nachfolgend aufgeführten Themen beinhalten, wobei selbstverständlich auch darüber hinausgehende Beratungswünsche berücksichtigt werden können:

 

  • Gesundheitliche Aufklärung zu den Themen AIDS/HIV und sexuell übertragbare Krankheiten
  • Psychosoziale Unterstützung, die helfen soll, wieder psychische Stabilität zu gewinnen
  • Informationen zur rechtlichen Situation
  • Verteilung und Weitergabe von Informationsbroschüren zu verschiedenen Themenbereichen (auch mehrsprachig)
  • Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit der Polizei (z.B. wegen der Rückgabe beschlagnahmten persönlichen Besitzes oder wegen einer Aussage)
  • Abholung von Sachen (z.B. aus den Bordellen), die bei der Verhaftung zurückgeblieben sind (wenn möglich)
  • Kontaktaufnahme zu den Angehörigen
  • Telefonische Gespräche mit den zuständigen Behörden, die eine Abschiebung, Strafe oder Ermittlung anordnen
  • Begleitung zu den Ärzten und Sozialarbeiterinnen vor Ort
  • Begleitung bei einer Vernehmung vor Ort oder in der Polizeidienststelle
  • Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit den AnwältInnen
  • Vermittlung zu anderen Beratungsstellen und von Unterkunftsplätzen nach der Entlassung, eventuell Hilfe bei der Wohnungssuche
  • Schuldnerberatung bei Bedarf
  • Gespräche wegen Ersatzpapieren mit den zuständigen Botschaften
  • Bei nicht abzuwendender Abschiebung auf Wunsch Organisation weiterer Beratung oder Begleitung im Herkunftsland
  • Kontaktaufnahme mit Nichtregierungsorganisationen in den Herkunftsländern