AIDS

AIDS, HIV

Der eigentlichen AIDS-Erkrankung geht zunächst immer die HIV-Infektion voraus.

Das Kürzel HIV steht dabei für "Menschliches Immundefekt-Virus" (Human Immune Deficiency Virus) und bezeichnet das Virus, das das Immunsystem des Körpers schädigt. Die HIV-Infektion kann zunächst ohne Anzeichen erfolgt sein, zuweilen tritt aber auch die so genannte "akute HIV-Erkrankung" auf, die in der Regel wie ein Allgemeininfekt mit Lymphknotenschwellung, Fieber und ähnlichem einhergeht, wobei dies von der erkrankten Person zumeist nicht mit einer HIV-Infektion in Verbindung gebracht wird. Eindeutigen Aufschluss über eine mögliche HIV-Infektion bietet nur ein HIV-Antikörper-Test, wobei unbedingt zu berücksichtigen ist, dass eine Infektion erst nach ca. 2 Monaten zuverlässig nachweisbar ist. Ein Test sagt also nichts über die unmittelbar vor dem Test liegenden zwei Monate aus!

Bevor es aufgrund einer HIV-Infektion zu einem Ausbruch der eigentlichen Krankheit kommt, können dann viele Jahre vergehen.

Als AIDS bezeichnet man nun das Stadium, in dem infolge einer HIV-Infektion das Immunsystem so stark beeinträchtigt ist, dass sich bestimmte Infektionskrankheiten oder Tumore entwickeln und ausbreiten können, es also zum Ausbruch der eigentlichen Krankheit kommt. AIDS steht dabei als Abkürzung für "Erworbene Immundefekt-Krankheit" (Acquired Immune Deficiency Syndrome). Ein Ausbruch ist unter anderem an Lymphknotenschwellungen, Fieber und Durchfall zu erkennen und es treten verstärkt Infekte und Entzündungen oder auch Tumore auf.

Das Vollbild AIDS ist gekennzeichnet durch zahlreiche Infektionskrankheiten und Entzündungen, gegen die sich der Körper nicht mehr wehren kann und es führt somit schließlich zum Tod.

Bisher gibt es weder Schutzimpfungen gegen eine HIV-Infektion noch ein Heilmittel für AIDS. Lediglich die Behandlung von AIDS durch Medikamente hat sich in den letzten Jahren verbessert, so dass bei gesunder Lebensweise, guter Ernährung und vor allem Verhinderung weiterer HIV-Infektionen ("Safer Sex" also auch Selbstschutz für Infizierte!) der Verlauf der Erkrankung abgemildert und der tödliche Verlauf hinausgezögert werden kann. Dies sollte aber keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass HIV/AIDS weiterhin nicht heilbar ist und tödlich verläuft!

Übertragen wird HIV durch Sexualkontakte ohne Kondom (Vaginal-, Analverkehr, Oralsex) mit infizierten Personen. Ein erhöhtes Risiko besteht während der Menstruation und bei Verletzungen der Haut, wobei letzteres Risiko immer gegeben ist, da hier schon kleinste Verletzungen, die nicht unmittelbar zu erkennen sind, ausreichen. Dies trifft in besonderem Maße für den Mund-, Vaginal- und Analbereich zu, denn hier treten sehr häufig kleinere Verletzungen auf, da diese Bereiche wesentlich empfindlicher sind als die äußere Haut und solche Verletzungen dann praktisch nicht zu erkennen sind. Der einzige mögliche Schutz ist dementsprechend nur der Gebrauch von Kondomen!

Bei infizierten Drogenabhängigen ist auch durch das Tauschen und Mehrfachbenutzen von Nadeln und Spritzen höchstes Ansteckungsrisiko gegeben.

Durch Speichel (küssen, anhusten, aus einem Glas trinken), Tränen, Kot, Urin oder Mückenstiche besteht keine Ansteckungsgefahr, da nur geringe Mengen HI-Viren enthalten sind.

Ein anonymer und kostenloser HIV-Antikörpertest kann in Hannover bei folgender Beratungsstelle durchgeführt werden.

 

AIDS- und STD-Beratungsstelle
Region Hannover, Fachbereich Gesundheit
Weinstraße 3
30171 Hannover

Tel.: 0511 / 61 64 31 48