Freieruntersuchung

Eine Untersuchung des Freiers sollte immer erfolgen. Auch wenn beim oralen, vaginalen oder analen Verkehr Kondome benutzt werden, kann im Schambereich eine Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten (z.B. Filzläuse, Warzen) erfolgen. Außerdem kann es passieren, dass ein Kondom auch bei richtiger Anwendung und auch bei Benutzung von wasserlöslichem Gleitgel mal platzt.

Wenn der Freier oral oder vaginal küssen will, sollte auf Entzündungen, Verletzungen oder Zahnfleischbluten geachtet werden. Die Untersuchung kann durchaus im Rahmen eines Vorspiels stattfinden und sie sollte die visuelle Untersuchung auf Warzen, Bläschen, Rötungen, Hautschwellungen und Filzläuse umfassen. Auch sollte das sog. Melken des Penis durchgeführt werden (den Penis vom Schaft zur Eichel mit Daumen und Finger drücken), um einen ungewöhnlichen Ausfluss festzustellen. Diese Untersuchung ergibt nur Sinn, wenn sie vorm Duschen oder Wasserlassen erfolgt. Die meisten Freier lassen sich nicht regelmäßig ärztlich untersuchen und wissen daher auch nicht, ob sie eventuell erkrankt sind. Sie können auf eine Freieruntersuchung empört oder überrascht reagieren, was jedoch keinesfalls davon abhalten sollte, eine solche Untersuchung dennoch durchzuführen, denn jeder hat ein Recht auf Gesundheit. Im Zweifelsfall kann und sollte ein Freier auch abgelehnt werden oder ihm eine Alternative wie z.B. eine Intimmassage mit Gleitgel und Gummihandschuhen (Latexhandschuhe) oder eine erotische Ganzkörpermassage angeboten werden. Detaillierte Informationen dazu sind in der Gesundheitsmappe von Hydra (Adresse siehe bei Kontakte) zu finden.