Hepatitis C

Auch bei der Hepatitis C handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Leber, die durch eine Infektion mit Viren hervorgerufen wird.

Da sie erst seit vergleichsweise kurzer Zeit überhaupt bekannt ist, sind noch nicht alle Übertragungswege geklärt. Sicher ist bislang nur die Übertragung durch Blut, inwieweit sie auch durch Sperma oder Muttermilch übertragen werden kann, ist noch nicht abschließend zu beurteilen. Auch wird in diesem Zusammenhang davon ausgegangen, dass mehr Menschen als bisher bekannt (da oft unbemerkt) Träger des Virus sind. In ihren gesundheitlichen Auswirkungen ist die Hepatitis C allerdings die gefährlichste der häufigen Hepatitiserkrankungen und weltweit die Hauptursache für Lebertransplantationen.

Nur in einer geringeren Zahl von Fällen kommt es infolge einer Ansteckung mit Hepatitis C nach ca. 2-26 Wochen zu den akuten unspezifischen meist grippeähnlichen Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder Fieber oder auch Schmerzen im Oberbauch. Auch ist eine Gelbsucht im Anschluss eher selten. Die weitaus höhere Zahl der Krankheitsfälle verläuft ohne akute Beschwerden.

Allerdings kommt es bei der überwiegenden Zahl der Infizierten im Laufe der Zeit (oft über Jahre) zu einem chronischen Verlauf der Erkrankung, der von eher leichten Symptomen wie anhaltender Müdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit und anderem begleitet wird. Der chronische Verlauf führt dabei in nicht wenigen Fällen zu einer Leberzirrhose und erhöht das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken.

Die Übertragung erfolgt im Wesentlichen durch den Kontakt mit Blut. Besonders gefährdet sind in diesem Zusammenhang Drogengebraucher, die mit Blut verunreinigte Spritzen verwenden. Auch unprofessionelles Tätowieren oder Piercen stellt ein hohes Risiko dar. Als zweithäufigster Übertragungsweg ist der ungeschützte Geschlechtsverkehr bekannt. In der Vergangenheit wurde die Hepatitis C häufig auch durch Blutkonserven übertragen, wobei dieser Weg durch die Einführung von Tests seit 2001 weitestgehend ausgeschlossen ist.

In einer geringeren Zahl von Fällen heilt eine Hepatitis C nach einer akuten Phase wieder aus. Häufiger hingegen ist der chronische Verlauf, der mittlerweile aber auch je nach Stadium medikamentös gut behandelt werden kann. Generell gilt, je früher eine Hepatitis C festgestellt wird, desto besser kann der Behandlungserfolg sein (insbesondere auch hinsichtlich der Verhinderung eines chronischen Verlaufs). Die Gefährlichkeit der Hepatitis C besteht aber eben darin, dass die Erkrankung infolge des Ausbleibens akuter Symptome oft nicht oder zu spät erkannt wird und eingetretene Schädigungen nicht mehr behandelbar sind.

Derzeit gibt es keine Schutzimpfung gegen die Hepatitis C. Einen wirksamen Schutz gegen eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr bieten Kondome. Ansonsten sollte absolut jeglicher Kontakt mit Blut anderer Personen vermieden werden (unbedingt Verwendung unbenutzter Einwegspritzen bei Drogengebrauchern!).

Die weiteren heute bekannten Formen der Hepatitis-Viren (Typen D (nur in Verbindung mit B), E, G) spielen in Deutschland als Auslöser von Krankheiten nur eine sehr geringe Rolle.