Lues

Syphilis, Lues, harter Schanker

Syphilis ist eine schwere Erkrankung, die unbehandelt zu chronischen Leiden und auch zum Tod führen kann. Sie verläuft üblicherweise in drei Stadien: Im ersten Stadium entwickelt sich ca. 3 Wochen nach der Ansteckung an der Eintrittsstelle des Erregers ein Knoten oder ein schmerzhaftes Geschwür, der oder das dann von selbst wieder verschwindet. Im Anschluss daran treten in der zweiten Phase, die zwischen ca. 8 Wochen bis 2 Jahren nach der Ansteckung beginnt, Fieber, Lymphknotenschwellungen und Hautausschläge auf. In einer dritten Phase, die erst nach mehreren Jahren auf die eigentliche Ansteckung folgt, werden nun das Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem und andere Organe befallen, was zu schwerster Krankheit und zum Tod führen kann. Die offenen Geschwüre, die sich infolge der Erkrankung entwickeln, bilden oft die Eintrittsstellen für weitere Infektionen mit Viren (z.B. HIV) und Bakterien. Bei einer Schwangerschaft kann die Syphilis zu schweren Schädigungen des Kindes führen.

Die Ansteckung erfolgt meist durch Geschlechtsverkehr ohne Kondom. Syphilis ist hochansteckend und kann auch schon durch sehr engen, direkten Körperkontakt (z.B. beim Petting) übertragen werden, da sie ansteckende Krankheitsherde nicht nur im Bereich der Genitalien sondern auch am ganzen Körper entwickeln kann. Kondome können beim Sex das Ansteckungsrisiko reduzieren, aber nicht gänzlich vor einer Ansteckung schützen, da eine Übertragung durch feuchte Hände, Handtücher etc. ebenfalls möglich ist. Entsprechende Hygienemaßnahmen müssen also unbedingt befolgt werden.

Bei rechtzeitiger Behandlung der Syphilis in den frühen Stadien kann sie durch Einsatz von Antibiotika geheilt werden, in späteren Stadien ist zumindest noch ein Stillstand in der Krankheitsentwicklung erreichbar, so dass schwere Verläufe heutzutage relativ selten sind. Sollte es allerdings infolge der Infektion bereits zu Organschädigungen gekommen sein, so sind diese nicht mehr rückgängig zu machen. Während einer Behandlung ist Sex verboten. Eine Nachuntersuchung sollte nach ca. 2 Jahren erfolgen. Wichtig ist die Partnerbehandlung.