psychische Belastung

Stress, psychische Belastung

Stress ist die landläufige Bezeichnung für eine Form der außergewöhnlichen Beanspruchung. Eigentlich werden unter Stress die Auswirkungen (Symptome) verstanden, die durch unterschiedlichste auslösende Faktoren, die so genannten Stressoren, entstehen. Stressoren können z.B. physikalischer Natur sein (Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc.) oder sie können in Form toxischer Substanzen auftreten. So stellt z.B. Zigarettenrauch für den menschlichen Körper einen Stressor dar. Auch bestimmte persönliche Einstellungen, Erwartungshaltungen und Befürchtungen können auf emotionaler Ebene Stressoren sein. Stress wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen und dient häufig als Maß für die subjektiven Empfindungen hinsichtlich bestimmter Leistungsanforderungen. Stress kann hervorgerufen werden durch

  • Zeitmangel
  • fehlende Gestaltungsmöglichkeiten
  • große Verantwortung
  • Mobbing am Arbeitsplatz
  • Angst, selbst gesetzten oder fremden Ansprüchen nicht zu genügen
  • Schlafentzug
  • Reizüberflutung

Stress kann sich gleichermaßen auf die Psyche wie auf die körperliche Befindlichkeit auswirken. Infolge von Stress kann es zu leichten und schweren Krankheiten kommen. Viele Studien haben negative Wirkungen durch die bei Stress erfolgende Ausschüttung so genannter Stresshormone nachgewiesen. So kommt es bei Stress zu einer erhöhten Konzentration von Adrenalin oder Noradrenalin imBlut, was langfristig zu Schäden an den Blutgefäßen führen kann. Es konnten zuletzt auch molekulare Veränderungen in den Körperzellen selbst festgestellt werden. In Stress-Situationen wird zudem ein bestimmtes Protein in den Zellen aktiv, welches Entzündungen auslöst und Abbauprozesse initiiert. Die oben erwähnten Formen eines schädlichen und krankmachenden Stresses werden Disstress genannt. Daneben gibt es aber auch den Effekt, dass außergewöhnlich beanspruchende Herausforderungen positiv erlebt und verarbeitet werden.