Schwangerschaftsverhütung

Noch immer werden viele Mädchen und Frauen schwanger, ohne es zu wollen. Das Thema Verhütung sollte also rechtzeitig und umfassend bedacht werden.

Hinsichtlich der Wahl des geeigneten Verhütungsmittels kann zunächst generell festgestellt werden, dass es das ideale Verhütungsmittel nicht gibt. Wie gut geeignet und sicher ein Verhütungsmittel ist, hängt von vielen zumeist ganz individuellen Faktoren ab. Die gängisten Methoden lassen sich grob in drei Gruppen einteilen:

Die der "mechanischen" Verhütungsmethoden (z.B. Kondome, Femidome etc.), die durch die Errichtung einer Barriere eine Befruchtung verhindern und ohne Eingriff in die körperlichen Abläufe auskommen. Sie sind dementsprechend in der Regel sehr gut verträglich. Auch bieten sie, insbesondere die Kondome, als einzige zuverlässigen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Eine weitere Gruppe ist die der präparatgestützten Methoden. Damit sind vor allem alle Verhütungsmittel auf hormoneller Basis gemeint. Hier gibt es eine ganze Vielzahl, denen gemeinsam ist, dass sie dem Körper gezielt Hormone von außen zuführen. Sie greifen unmittelbar verändernd in die hormonell gesteuerten Körpervorgänge der Frau ein und können neben den erwünschten Wirkungen aber auch negative Nebenwirkungen haben, die in der Vergangenheit oftmals unterschätzt wurden. Eine an der persönlichen Situation und Konstitution orientierte ärztliche Beratung ist unerlässlich. Bei Wahl des individuell am besten geeigneten Mittels, kann das jeweilige Mittel eine sehr hohe Sicherheit in der Empfängnisverhütung erreichen. Zu berücksichtigen ist, dass die Methoden dieser Gruppe keinerlei Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bieten.

Die dritte Gruppe ist die der "natürlichen" Verhütungsmethoden. Im Wesentlichen gehören dazu die Methoden, die auf unterschiedlichem Wege die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage der Frau zu bestimmen versuchen. Sie gehören zu den weniger sicheren Methoden und setzen eine hohe Disziplin und einen geregelten Tagesablauf voraus. Dafür sind sie nebenwirkungsfrei, bieten aber keinerlei Schutz vor Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten.

Zu der nachfolgend aufgeführten Auswahl von Verhütungsmethoden finden sich unter dem jeweiligen Anfangsbuchstaben weitere Informationen:

Zu beachten ist unbedingt, dass die gegebenen Informationen lediglich einer ersten Orientierung dienen und keinesfalls eine Beratung ersetzen. Nur im Gespräch mit dem Arzt/ der Ärztin kann aus der Vielzahl der Mittel das beste auf die persönliche Situation abgestimmte (und somit sicherste und verträglichste) ermittelt werden.

Kondome allerdings können und sollten, insbesondere bei häufiger wechselnden Partnern, schon allein aus Gründen des Schutzes vor sexuell übertragbaren Krankheiten jederzeit verwendet werden (im Falle von Allergien gibt es latexfreie Alternativen)!