Sittenwidrigkeit

Die Prostitution galt in der Rechtsprechung lange Zeit als sittenwidrig. Die sexuelle Dienstleistung wurde als ein Geschäft gesehen, welches gegen die guten Sitten verstößt und somit als nichtig erklärt.

Mit Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes sind Verträge über sexuelle Dienstleistungen als wirksam erklärt worden , d.h. auf den vereinbarten Lohn besteht ein Rechtsanspruch.

Das Prostitutionsgesetz hat Auswirkungen auf andere Rechtsbereiche, in denen die Prostitution nach wie vor als "Gewerbsunzucht" oder "der Unzucht Vorschub leisten" bezeichnet wird. Hier bedarf es noch gesetzlicher Angleichungen.